Zwischenrufe in besonderer Zeit

Wegen der Coronavirus bedingten Kontaktsperre sind derzeit viele gemeindliche Angebote eingestellt. Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Hinweise.
Und zusätzlich gibt es in diesen besonderen Tagen ein paar Gedanken im Zusammenhang mit der neuen Situation. Ein theologischer Zwischenruf.

November

Losung für November:
Gott spricht: Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten.
(Jer. 31, 9)

Liebe Gemeinde!

Mit dem November gehen wir nun wieder in eine andere Zeit ein: Jahreszeitenmäßig ist der November der Monat des Wechsels, der Winde, der Nebel, der grauen Wolken. Das Herbstlaub des goldenen Oktobers fällt ab, die Natur bereitet sich auf den Winter vor. Und auch das Kirchenjahr neigt sich dem Ende entgegen und kehrt damit die Gedanken und Gefühle noch einmal nach innen, zur Rückschau, zum Gedenken, zur Vergewisserung des Eingebettetseins in Gottes große, weite Welt, die über unsere kleine begrenzte, irdische Welt hinausgeht. Stille Gedenktage wollen uns dazu Gelegenheit geben: Gedenken der Pogromnacht, Buß- und Bettag, Volkstrauertag, Ewigkeitssonntag.

Und nun ist in diesem Jahr gerade auch im November wieder ein „shutdown light“ aufgrund der gestiegenen Corona-Infektionen. Das öffentliche Leben wird weitestgehend heruntergefahren und davon sind auch die kirchlichen Veranstaltungen, Gruppen und Kreise nicht ausgenommen. Frauenhilfe und Seniorenkreise können in diesem Monat nun nicht stattfinden, ebenso wenig wie die Gemeindeversammlung. Und leider kann auch das Amaliencafé, für das wir ein gutes Hygienekonzept entwickelt hatten, nun erst einmal nicht wieder öffnen.

Dennoch ist das Wort Gottes nicht verstummt und Gott mit seiner Liebe weiterhin unter uns gegenwärtig. Hörbar, spürbar und sichtbar vertrauen wir auf Gottes Mitunssein in den verschiedenen Aktivitäten, die weiterhin stattfinden und offen sind:

  • in unseren Gottesdiensten, die weiterhin unter dem Zeltdach neben der Kirche stattfinden werden. Ein HERZLICHES DANKESCHÖN an dieser Stelle an all die vielen Spender und Spenderinnen, die dies möglich machen.
  • in der Öffnung der Tafel und der Kleiderstube unter den bekannten Hygienebedingungen
  • in der Öffnung unseres Gemeindebüros wie bisher
  • in der Öffnung der Kirche zum stillen Gebet
  • in kleinen Gruppen der Kinder- und Jugendarbeit unter Hygiene- und Schutzbestimmungen
  • und natürlich in der Bereitschaft zu Gesprächen und Telefonaten

Herzliche Einladung zu allen – gemäß den Coronaregelungen möglichen - Veranstaltungen!

Möge die Zuversicht in Gottes Begleitung Ihnen auch weiterhin getrosten Sinn und frohen Mut geben und Sie durch diese November-Zeit geleiten.

In Verbundenheit
Ihr Pfarrerehepaar Heike und Hartmut Becks

 

 Sonntags: 10 Uhr Gottesdienst unter dem Zeltdach neben der Kirche
                   10 Uhr Kindergottesdienst in der Kirche

Des Weiteren laden wir weiterhin durch ein Glockenläuten täglich von 19.30 – 19.45 Uhr zum persönlichen Gebet und Vaterunser ein.

In den Altenheimen Marienstift und Haus Sebastian finden zu den gewohnten Zeiten im Speisesaal bzw. auf der Terrasse weiterhin die Gottesdienste statt.

Die Tafel in Alpen ist weiterhin in der nun bereits eingespielten Weise freitags geöffnet.

Die Kleiderstube nimmt nach wie vor Kleidung an über die am Gemeindebüro aufgestellten Container. Kleiderausgabe gibt es nach vorheriger telefonischer Absprache.

Oktober

Losung für Oktober:
Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum HERRN; denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s euch auch wohl.
(Jer. 29,7)

Liebe Gemeinde!

Der sonnige, warme und trockene Sommer, der uns so viele schöne, besondere und denkwürdige Gottesdienste unter dem Zeltdach ermöglichte, ist nun vorbei. Wir schauen dankbar auf diese Zeit zurück! Im Erntedank-Gottesdienst am 04. Oktober wird es darum auch ein HERZLICHES DANKESCHÖN an all die vielen Mitwirkenden im Küsterdienst, an der Technik, bei der Musik geben, denn ohne all diese sehr engagierten, mittuenden und mitdenkenden Menschen wären solche Gottesdienste nicht möglich gewesen.

Nun ist die Herbstzeit eingekehrt und wir freuen uns mit der Natur über den so dringend benötigten Regen. Gleichzeitig stellen uns die Wetterbedingungen vor neue Herausforderungen bezüglich der Gottesdienste. Das Presbyterium hat entschieden, das Zeltdach weiterhin erst einmal stehen zu lassen. So haben wir je nach Wetterlage die Möglichkeit innerhalb oder außerhalb der Kirche. Am Reformationstag wird es auf jeden Fall unter dem Zeltdach ein Reformationsgedenken geben.

Die Gruppen und Kreise haben nun auch die Hygieneschutzkonzepte für ihre Treffen anpassen können und starten je nach Möglichkeit wieder. Die Frauenhilfe und der Seniorenkreis Alpen werden ab Oktober wieder im Gemeindehaus ihre Donnerstagnachmittage veranstalten. Auch in Menzelen werden die Teil-nehmenden des Seniorenfrühstücks Mitteilung bekommen, wie und wann es mit Abstand weitergeht. Die Jugendheime bieten entsprechend ihrer Möglichkeiten Aktionen für Kinder und Jugendliche an.

Das Amaliencafé konnte viele Monate nicht öffnen, da die Hygieneauflagen zu groß waren. Doch nun steht einer Wiederaufnahme des Betriebes in beschränktem Umfang nichts mehr im Wege. Das Presbyterium möchte darum mit den Ehrenamtlichen unter Hygieneschutzbedingungen in kleinen und vorsichtigen Schritten das Café wieder mit neuem Leben zu erfüllen. Zumal wir am 1. Advent auf 10-jähriges Bestehen blicken können. Ab dem 1. November soll nun zunächst sonntags und dienstags geöffnet werden.

Herzliche Einladung zu allen – gemäß den Coronaregelungen möglichen - Veranstaltungen!

Möge die Zuversicht in Gottes Begleitung Ihnen auch weiterhin getrosten Sinn und frohen Mut geben.

In Verbundenheit
Ihr Pfarrerehepaar Heike und Hartmut Becks

Sonntags: 10 Uhr Gottesdienst unter dem Zeltdach neben der Kirche
                   10 Uhr Kindergottesdienst in der Kirche

Sonntag, 04.10.2020, 10 Uhr: Gottesdienst zum Erntedank unter dem Zeltdach neben der KircheHier soll auch unsere Dankbarkeit zum Ausdruck gebracht werden für die vielen Mitwirkenden bei den Open-Air-Gottesdiensten der vergangenen Monate.

Samstag, 31.10.2020, 18 Uhr: Reformationsgedenken unter dem Zeltdach neben der Kirche

Des Weiteren laden wir weiterhin durch ein Glockenläuten täglich von 19.30 – 19.45 Uhr zum persönlichen Gebet und Vaterunser ein.

In den Altenheimen Marienstift und Haus Sebastian finden zu den gewohnten Zeiten draußen vor dem Speisesaal bzw. auf der Terrasse weiterhin die Gottesdienste statt. 

Die Frauenhilfe trifft sich nun wieder zu den gewohnten Terminen donnerstags im Gemeindehaus.

Der Seniorenkreis Alpen trifft sich zu den gewohnten Terminen ebenfalls im Gemeindehaus.

Das Amaliencafé öffnet ab dem 01. November sonntags und dienstags zu den gewohnten Zeiten.

Die Tafel in Alpen ist weiterhin in der nun bereits eingespielten Weise freitags geöffnet.

Die Kleiderstube nimmt nach wie vor Kleidung an über die am Gemeindebüro aufgestellten Container. Kleiderausgabe gibt es nach vorheriger telefonischer Absprache.

September

Losung für September:
Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat.
(2. Kor. 5, 19)

Liebe Gemeinde!

Unsere besonderen Gottesdienste im August wie die Verabschiedung unseres langjährigen Diakons Thomas Haß und die drei Konfirmationen konnten open air neben der Kirche unter Einhaltung der Schutzregelungen würdig gefeiert werden. - An dieser Stelle ein HERZLICHES DANKESCHÖN an all die vielen Mitwirkenden im Küsterdienst, an der Technik, mit der Musik! Ohne alle diese sehr engagierten, mittuenden und mitdenkenden Menschen wären solche Gottesdienste nicht möglich! –

Dank des Zeltdaches waren wir sowohl vor den heißen Sonnenstrahlen als auch vor dem kühlen Wetter ein wenig geschützt und hatten doch alle reichlich Raum um uns. Aufgrund dieser guten Erfahrungen hat das Presbyterium entschieden, dass das Zeltdach auch noch den September über stehen bleiben soll bis einschließlich des Erntedankgottesdienstes am 04. Oktober, um weiterhin entspannte und wohltuende Gottesdienste feiern zu können.

Ab dem 13. September soll auch wieder der Kindergottesdienst starten wie gewohnt zeitgleich zum Erwachsenengottesdienst um 10 Uhr. Da in der Kirche mehr Platz ist als im Gemeindehaus, treffen sich die Kinder bis auf Weiteres auf Abstand in der Kirche.

Herzliche Einladung zu allen – gemäß den Coronaregelungen möglichen - Veranstaltungen!

Möge die Zuversicht in Gottes Begleitung Ihnen auch weiterhin getrosten Sinn und frohen Mut geben.

In Verbundenheit
Ihr Pfarrerehepaar Heike und Hartmut Becks

 Sonntags: 10 Uhr Gottesdienst unter dem Zeltdach neben der Kirche
                   10 Uhr Kindergottesdienst in der Kirche (ab 13. September)

Vorankündigung:
Sonntag, 04.10.2020, 10 Uhr: Gottesdienst zum Erntedank unter dem Zeltdach neben der Kirche
Hier soll auch unsere Dankbarkeit zum Ausdruck gebracht werden für die vielen Mitwirkenden bei den Open-Air-Gottesdiensten der vergangenen Monate.

Des Weiteren laden wir weiterhin durch ein Glockenläuten täglich von 19.30 – 19.45 Uhr zum persönlichen Gebet und Vaterunser ein.

In den Altenheimen Marienstift und Haus Sebastian finden zu den gewohnten Zeiten draußen vor dem Speisesaal bzw. auf der Terrasse weiterhin die Gottesdienste statt.

Die Frauenhilfe trifft sich bis auf Weiteres zu den gewohnten Terminen donnerstags auf der Wiese neben der Kirche unter dem Zeltdach.

Die Tafel in Alpen ist weiterhin in der nun bereits eingespielten Weise freitags geöffnet.

Die Kleiderstube nimmt nach wie vor Kleidung an über die am Gemeindebüro aufgestellten Container. Kleiderausgabe gibt es nach vorheriger telefonischer Absprache

Einstieg nach den Sommerferien

Herr, wohin sollen wir wohl gehn! Du hast des ewgen Lebens Wort! Lass uns in Treue zu Dir stehn in unsrer Zeit, an unserm Ort." (Albert Bartsch)

Liebe Gemeinde!

Nun sind die Sommerferien in NRW vorbei und wir tasten uns weiter voran in diesen Zeiten. Unter neuen Konzepten wird die Präsenzschule erprobt, im öffentlichen Raum wird geschaut, welche Veranstaltungen möglich sind. Und ebenso ist es auch bei uns in der Gemeinde. Die Wiese neben der Kirche hat nun ein Zeltdach bekommen – wie Sie sicher schon gesehen haben – und so können wir nun mit Luft und Abstand, aber doch geschützter vor Wetterkapriolen, einige Veranstaltungen stattfinden lassen.

Sonntag, 16.08.: Gottesdienst zur Verabschiedung und Entpflichtung von Diakon Thomas Haß
                             Anschließend kleiner Empfang ebenfalls auf der Wiese neben der Kirche

Samstag, 22.08.: Konfirmation Gruppe Menzelen

Sonntag, 23.08.: Konfirmation Gruppe Alpen I

Sonntag, 30.08.: Konfirmation Gruppe Alpen II

Des Weiteren laden wir weiterhin durch ein Glockenläuten täglich von 19.30 – 19.45 Uhr zum persönlichen Gebet und Vaterunser ein.

In den Altenheimen Marienstift und Haus Sebastian finden zu den gewohnten Zeiten draußen vor dem Speisesaal bzw. auf der Terrasse weiterhin die Gottesdienste statt.

Die Frauenhilfe trifft sich bis auf Weiteres zu den gewohnten Terminen donnerstags auf der Wiese neben der Kirche unter dem Zeltdach.

Die Tafel in Alpen ist weiterhin in der nun bereits eingespielten Weise freitags geöffnet.

Die Kleiderstube nimmt nach wie vor Kleidung an über die am Gemeindebüro aufgestellten Container.

 Die  Zuversicht in Gottes Segen, der uns auch weiterhin bewahren und tragen wird, gebe Ihnen getrosten Sinn und frohen Mut mitten in Ihrem Alltag.

In Verbundenheit
Ihr Pfarrerehepaar Heike und Hartmut Becks

Juli - Sommerferien

„Alle, die dich kennen, Gott, setzen auf dich ihr Vertrauen.“ (Psalm  9,11)

Liebe Gemeinde!

Juli – der Sommerferienmonat – auch in Corona-Zeiten. Die Schulkinder haben ihre Zeugnisse und können nun vom Home-Schooling entspannen. Urlaub ist bei vielen Menschen angesagt, ob in veränderter Form, zu Hause oder wie geplant.

Wir sagen ein herzliches Dankeschön an all die vielen ehrenamtlichen und unsere hauptamtlichen Mitarbeitenden für ihren vielfältigen, flexiblen und kreativen Einsatz, um gemeindliches Leben auch unter Corona-Bedingungen zu ermöglichen. Hier zeigt sich Gemeindeverbundenheit noch einmal in besonderer Weise.

Unsere Open-Air-Gottesdienste auf der Wiese neben der Kirche unter Einhaltung der vorgeschriebenen Corona-Schutzmaßnahmen haben sich bewährt, und viele Menschen schätzen die wohltuend freie und gelöste Atmosphäre, den neuen Blick auf die Kirche und das geistliche Miteinander. So wollen wir nun auch über die Sommermonate weiterhin auf diese Weise unsere Gottesdienste feiern:

Sonntags finden zur gewohnten Gottesdienstzeit um 10 Uhr Open-Air-Gottesdienste auf der Wiese neben der Kirche statt.

Desweiteren laden wir weiterhin durch ein Glockenläuten täglich von 19.30 – 19.45 Uhr zum persönlichen Gebet und Vaterunser ein.

Im Park bzw. draußen vor dem Speisesaal der Altenheime werden zu den gewohnten Zeiten Kurzandachten zu hören sein, die die Bewohner/innen von drinnen verfolgen können.

Die Tafel in Alpen wird weiterhin in der nun bereits eingespielten Weise freitags geöffnet sein.

Die Kleiderstube nimmt nach wie vor Kleidung an über die am Gemeindebüro aufgestellten Container.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Sommerzeit und erholsame Urlaubstage, die Sie auch atmen lassen und Ihnen neue Kraft schenken – und vor allem Zuversicht in Gottes Segen, der uns auch weiterhin bewahren und tragen wird.

In Verbundenheit
Ihr Pfarrerehepaar Heike und Hartmut Becks

"Systemrelevanz" - Zwischenruf II

Wofür uns diese Krise nun hoffentlich die Augen öffnet: dass die Kirche jedenfalls nicht „systemrelevant“ für die derzeitige Gesellschaft ist. Glauben und Religion sind in modernen Systemen, in denen Menschen heute zu leben und auch zu über-leben haben, letztlich funktionslos. [...]

Den kompletten Zwischenruf können Sie hier online lesen

oder als PDF heruterladen.

Situation im Mai

Liebe Gemeinde!

Das gemeindliche Leben unserer Kirchengemeinde war in den vergangenen Wochen aufgrund der Corona-Pandemie weitestgehend eingestellt.

Ein großer Dank geht hier an die Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen, die es ermöglichen, in dieser so außergewöhnlichen und schwierigen Zeit, den Betrieb der Tafel aufrecht zu erhalten, ebenso wie die Öffnung der Kirche zum stillen Gebet, den Notbetrieb in der Kita und das sonntägliche Turmblasen.

Auch in den kommenden Wochen und Monaten wird es auf absehbare Zeit noch kein gewohntes Gemeindeleben wieder geben.

Doch nach Wochen des Lockdowns, der Kontaktsperre und des beinahe völligen Stillstands des öffentlichen Lebens erfolgen – wie Sie sicher alle wissen – nun vermehrt erste Schritte hin zur Öffnung immer neuer Bereiche des wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Alltags.

Nachdem in unserer Evangelischen Kirchengemeinde Alpen am Sonntag, 3. Mai, nach etlichen Wochen ein erster Open-Air-Gottesdienst auf der Wiese neben der Kirche unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen stattgefunden hat und gute Resonanz fand, möchten wir für unsere Gemeinde nun Folgendes bis auf Weiteres anbieten: 

Sonntags finden zur gewohnten Gottesdienstzeit um 10 Uhr Open-Air-Gottesdienste auf der Wiese neben der Kirche statt.

Desweiteren laden wir weiterhin in Verbundenheit mit evangelischen und katholischen Gemeinden aus unserer Region durch ein Glockenläuten täglich von 19.30 – 19.45 Uhr zum persönlichen Gebet und Vaterunser ein.

Im Park bzw. draußen vor dem Speisesaal der Altenheime werden zu den gewohnten Zeiten Kurzandachten zu hören sein, die die Bewohner/innen von drinnen verfolgen können.

Auch die Kirche bleibt bis auf Weiteres in der Woche von 9 – 12 Uhr sowie von 13 – 16 Uhr geöffnet für ein stilles Gebet.

Die Tafel in Alpen wird weiterhin in der nun bereits eingespielten Weise freitags geöffnet sein.

Unter 4140 sind wir jederzeit auf kurzem Wege zu erreichen.

Für die kommende Zeit wünschen wir Ihnen getrosten Mut, viel Kraft und vor allem Zuversicht in Gottes Segen, der uns auch weiterhin bewahren und tragen wird.

In Verbundenheit
Ihr Pfarrerehepaar Heike und Hartmut Becks

(07. Mai 2020)

Andacht zu Ostern 2020

Pfarrerin Heike Becks
über Markus 16, 1 - 8

Die komplette Andacht können Sie hier online lesen

oder als PDF heruterladen.

Gottes Wort in der Karwoche

Liebe Gemeinde!

Am Palmsonntag, 05.04.2020, wurden wieder im Turm unserer Kirche die Choräle des Sonntags mit Trompeten gespielt. Und vor der Kirche war das Evangelium zu hören. Es ist schön, dass wir auch in diesen besonderen Zeiten auf diese ungewöhnliche Art Gemeinschaft unter dem Wort erleben können.

Darum möchten wir, dass auch in der nun beginnenden Karwoche weiterhin Gottes Wort in unserer Gemeinde lebendig bleibt.

Am Karfreitag, 10.04.2020, werden wir – wie inzwischen gewohnt um 10.00 Uhr – an der Kirche die Texte des Feiertags hören, dazu werden uns wieder die Bläser im Turm mit Chorälen begleiten. Im Anschluss daran soll im Park des Marienstiftes für die Bewohner/Bewohnerinnen sowie die Mitarbeitenden ebenso die gute Botschaft vernehmbar werden.

Am Ostersonntag, 12.04.2020, werden wir in den verschiedenen Ortsteilen unserer Kirchengemeinde präsent sein:

  • 10.00 Uhr evangelische Kirche Alpen
  • ca. 10.40 Uhr Ehrenmal in Alpsray (Ecke „Am Rothen Busch“)
  • ca. 11.00 Uhr Spandicks Eck, Ecke Kantstraße in Millingen
  • ca. 11.30 Uhr Evangelisches Gemeindehaus Menzelen-Ost
  • ca. 12.00 Uhr Am Wippött, Menzelen-West
  • ca. 12.20 Uhr An der Grundschule, Veen

Andacht zur Karwoche 2020

Pfarrer Dr. Hartmut Becks
über Matthäus 26, 36 - 46

Die komplette Andacht können Sie hier online lesen

oder als PDF heruterladen.

Passions-ZEIT-2020

 - ein theologischer Zwischenruf -

In der Krise könnte die Gesellschaft etwas über sich selbst lernen. Wenn sie es denn zuließe.

Auch die Kirche könnte ebenso etwas über sich selbst lernen. Wenn sie es denn zuließe.

Denn unübersehbar bedroht der Virus nicht nur unsere Gesundheit und unser Leben, sondern in äußerst beunruhigendem Maße unsere wohlbehütete Lebensphilosophie: Die behagliche Annahme nämlich, dass wir Glück und Verderben, auch Leben und Sterben, letztlich selber in der Hand haben und es im Grunde lediglich vom richtigen Gebrauch unserer Möglichkeiten und Kompetenzen abhinge, Dasein zu sichern. Der Mensch, der offensichtlich unhinterfragbar seine Existenz kontrollieren und verantworten kann.

Eben jene Prämisse der Absolutierung von Vernunft steht in Wahrheit auf dem Spiel. Die Moderne ahnt zwar schon seit geraumer Zeit, dass der Anspruch des ‚homo faber‘ alles zu machen, zu steuern und zu sichern, nur eine Suggestion sein könnte, die aus Angst vor dem Ausgeliefertsein herrührt. Spätestens seit der Klimakrise wächst die Erkenntnis, dass die Fiktion einer totalen Autonomie des Menschen nicht nur eine Selbstüberschätzung, sondern ein fataler Irrweg ist. Die gewaltigen und unmissverständlichen Botschaften der augenblicklichen Entwicklung tragen in sich auch ein positives Potential für ein neues Bewusstsein von Grenze und Maß des Humanen. Die Gesellschaft kann nun verstehen, dass ganz grundsätzlich nicht alles beherrschbar oder gar planbar ist, sondern dass eine letzte Abhängigkeit von Unverfügbarem immer bleiben wird. Es gibt nicht nur die Grenze des Wachstums, sondern auch des Machbaren. Das ist schmerzlich, birgt aber die Chance in sich, dass eine neue, sozusagen aufgeklärte Form moderner Demut entstehen könnte, die wieder zur Natur, zur Ökologie und vor allem zum Staunen über die Unfassbarkeit und Unerklärlichkeit alles Existentiellen führt. In der Krise könnte die Gesellschaft also etwas Großes über sich selbst lernen und den eingeschlagenen Kurs überdenken. Dazu müsste aber auch der Zweifel erlaubt sein.

Und auch die Kirche könnte etwas aus der Krise lernen: Nämlich sich nicht sogleich und geflissentlich in die gesellschaftlichen Strategien einzuklinken, ihre theologischen und geistlichen Anfragen sozusagen hintenan zu stellen, einzuordnen und nachrangig zu machen. Gerade jetzt dürfte sie der Sinnfrage nicht ausweichen und müsste eine völlig andere Perspektive spüren lassen als Pragmatismus. Der Auftrag der Kirche kann sich doch jetzt nicht in der Flankierung staatlicher Gesundheitsprävention und der geordneten Umsetzung von noch so sinnvollen Maßnahmen erschöpfen. Dies bedeutet nicht, dass die Verordnungen des Staates falsch sind. Doch der Auftrag der Theologie ist ein ganz anderer. Hier geht es um die tiefere Dimension, die höhere Perspektive und den viel weiteren Horizont der Spiritualität. Dies gilt es unbedingt zu verteidigen gegen das Missverständnis einer schrankenlosen menschlichen Autonomie und Selbstermachtung. Vor allem das Bewusstsein der eigenen Sterblichkeit und der damit unmittelbar verbundenen Zerrissenheit und Gebrochenheit des Seins kann doch erst von einem völlig weltfremden Pathos der absoluten Sicherheit und Selbsterlösung befreien, der heute so viele Seelen belastet. Wenn die Theologie, auch die Kirche insgesamt, diese Fragen jetzt nicht aufwirft oder erst gar nicht zulässt, dann hätte auch sie aus der Krise nichts gelernt.

Nach der Auffassung vieler moderner Menschen im oben beschriebenen Sinne ist Kirche im Augenblick „zu nichts zu gebrauchen“. Das hört sich zunächst einmal erschütternd an. Aber im Grunde ist genau das die Stärke der Kirche, dass sie zu nichts zu gebrauchen ist! Denn die Fähigkeit, nichts zu tun, zweckfrei zu sein, zu trauern, zu zweifeln, zu hinterfragen, demütig zu bleiben, stille zu halten, wäre gerade jetzt nötiger denn je. Für Umkehr und Revision braucht die Gesellschaft ein Moratorium. So ist es entscheidend wichtig und bedeutsam, in einer reinen „Gebrauchsgesellschaft“ noch Räume zu erfahren und zu erleben, die nicht gebrauchsfähig sind. Viele Menschen fühlen, dass es etwas geben muss jenseits des Pragmatismus.

Unsere Chance als Kirche wäre darum, dass „sie nicht zu gebrauchen ist“. Aber diese Chance wird m.E. zur Zeit vertan. Man gewinnt den Eindruck, viele Kirchen und Gemeinden versuchen in der Krise besonders zu beweisen, dass sie gebraucht werden. Leider verweisen sie damit oftmals nicht auf Gott und auf die Ewigkeit, sondern auf humanen Pragmatismus. Sie machen sich so selbst zum Integral, zum Teil einer an sich völlig vernünftigen und nachvollziehbaren Strategie, die jedoch einzig und allein ihre Hoffnung und ihre Perspektiven aus den menschlichen Kompetenzen und technischen Organisationen zieht. Die Unverfügbarkeit des Lebens, der Segen Gottes, die Freiheit der Gnade, die Irrationalität der Liebe, von der die Kirche jetzt reden müsste, bleibt eigenartig im Hintergrund. Die andere Stimme der Theologie schweigt, um sich „sinnvolleren Maßnahmen“ unterzuordnen. Und genau mit dieser falsch verstandenen Art von Liberalität verpasst die Theologie, aus der Krise etwas zu lernen.

Dr. Hartmut Becks, 23. März 2020

 

Liebe Gemeinde!

Nun liegt eine sehr außergewöhnliche Woche hinter uns, in der Dinge geschehen sind, die wir noch vor Tagen für unmöglich gehalten hätten. Inzwischen ist unser Familienzentrum geschlossen, auch die beiden Jugendheime und unser Amaliencafé. Alle gemeindlichen Veranstaltungen, in denen es ja naturgemäß um soziale Kontakte geht, mussten wir einstellen. Daher ist das Leben in den Gemeindehäusern und auch in der Kirche im Grunde zum Stillstand gekommen.

Dennoch wollen wir nicht ganz und gar resignieren und nichts tun, sondern möchten für unsere Gemeinde folgendes anbieten:

An den Sonntagen, um 10 Uhr (also zur regulären Gottesdienstzeit), werden Sie nach dem gewohnten Glockenläuten vom Turm unserer Kirche Trompetenklänge hören, die die Choräle des Sonntags über Alpen erklingen lassen. Auch wird am Eingang der Kirche weiterhin Gottes Wort vernehmbar bleiben.

Desweiteren laden wir in Verbundenheit mit evangelischen und katholischen Gemeinden aus unserer Region durch ein Glockenläuten täglich von 19.30 – 19.45 Uhr zum persönlichen Gebet und Vaterunser ein.

So können wir zumindest in Lied und Gebet miteinander verbunden bleiben, auch wenn wir uns persönlich nicht begegnen.

Für ein stilles Gebet halten wir auch die Kirche geöffnet in der Zeit von 9.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 16.00 Uhr. Zu anderen Tageszeiten bleibt der Vorraum der Kirche zugänglich.

In den Schaukästen unserer Gemeinde ist für alle gut sichtbar in roten Zahlen unsere Telefonnummer 4140 angegeben. So können Sie uns auf kurzem Wege immer erreichen.

Sollten einige aus unserer Gemeinde Probleme haben, ihr Haus zum Einkaufen zu verlassen, könnte über unser Büro eine Hilfe organisiert werden. Bitte melden Sie sich!

Außerdem versuchen wir in den folgenden Tagen über das Internet und auch per Post mit Ihnen Kontakt zu halten.

Die Tafel in Alpen, die zur Versorgung der Menschen beiträgt, können wir bislang mit viel Einfallsreichtum und Kreativität freitags weiter öffnen. Da aber einige der ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen selber zur Risikogruppe gehören, wäre es gut, wenn wir für nächsten Freitag noch einige zusätzliche jüngere Helfer oder Helferinnen gewinnen könnten. Melden Sie sich auch dazu bitte in unserem Gemeindebüro (Tel: 4140).

Für die kommende Zeit, die für uns alle sicher nicht einfach sein wird, wünschen wir Ihnen viel Kraft und vor allem Zuversicht in Gottes Segen, der uns bewahren und tragen wird, was immer auch kommen mag.

In Verbundenheit
Ihr Pfarrerehepaar Heike und Hartmut Becks